Begleitende Massnahmen
Die folgenden Hinweise können Sie auch als pdf-Datei im Downloadbereich herunterladen.
Zum Erfolg Ihrer homöopathischen Behandlung tragen Sie aktiv bei, wenn sie auf folgende drei Punkte achten:
Ernährung
Ballaststoffreiche, ausgewogene, möglichst biologisch erzeugte Kost. Zucker, Schweinefleisch und Weissmehl weitgehend meiden. Wenn Sie sich nicht immer ausgewogen ernähren können, kann die Einnahme von Vitaminen und Spurenelementen wie Algen sinnvoll sein.
Bewegung
Vielseitige und regelmässige Bewegung fördert sowohl Ausdauer, Beweglichkeit, Kraft und Gleichgewichtssinn.
Bewegung im Alltag: Sie sollten mindestens einmal täglich ins Schwitzen kommen! Meiden Sie Rolltreppen und Aufzüge, und gehen Sie am besten alles zu Fuss! Stehen Sie immer wieder vom Schreibtisch auf und bewegen Sie sich! Zusätzlich: Treiben Sie mindestens zwei bis dreimal pro Woche eine Stunde Sport!
Sportarten mit Schwerpunkt Ausdauer: Joggen, bei Problemen mit den Gelenken eher Wandern, Velofahren, Walking, Nordic Walking, Skilanglauf u.ä. Bei Nordic Walking fördern Sie zusätzlich Kraft und Beweglichkeit im Oberkörper. Vorher gut aufwärmen (mindert das Verletzungsrisiko!) und ganz wichtig: nach dem Joggen, Walken etc.: ausreichend dehnen! Auf geeignete Kleidung achten - Zwiebelschalenprinzip! Mehrere dünne Schichten schützen besser als ein dicker Pulli. Achten Sie auf gute Sportschuhe und fachgerecht angepasste Einlagen, vor allem bei bekannten Gelenkproblemen.
Beweglichkeit und Gleichgewichtssinn fördern vor allem: Yoga, Stretching, Physiotherapie, Gymnastik, T'ai Chi u.ä.
Eine gute, fachlich versierte, Anleitung ist wichtig, vor allem wenn bereits Gelenkprobleme bestehen! Erkundigen Sie sich bei Sportvereinen, Physiotherapeuten, Volkshochschulen und privaten Anbietern nach geeigneten Kursen.
Psychohygiene
Es gibt viele Faktoren, die unsere seelische Ausgeglichenheit beeinflussen.
Über Stress (engl. Belastung, Anspannung) wird häufig geklagt, aber Langeweile und Unterforderung kann genauso schlimm sein wie Überforderung. Man unterscheidet zwischen Eustress (Eu = gr. gut) und Dysstress (Dys = gr. schlecht). Die Herausforderung durch Situationen, denen man sich gern stellt, denen man sich gewachsen fühlt, und die man vermutlich erfolgreich meistern wird, wird als Eustress erlebt. Umgekehrt rufen Situationen, die man als unangenehm und überfordernd erlebt, oder denen man sich nicht gewachsen zu sein glaubt, Dysstress hervor.
Nehmen solche Situationen überhand, dann steht man "unter Stress". Wichtig ist, ein solches Ungleichgewicht möglichst auszugleichen, indem man z.B. kleine Schritte tut, statt sich mit grossen, riskanten Schritten zu überfordern. Manchmal ist es auch nur eine Frage der Perspektive: ist das Glas halb leer - überwiegen die Niederlagen? Oder ist es halb voll - was ist mir in letzter Zeit gelungen? Sie werden sehen - eine ganze Menge!
Ein weiterer Faktor ist der Schlaf. Rechtzeitig und zu regelmässigen Zeiten ins Bett zu gehen, sich ausreichend Zeit zum Schlafen zu nehmen, eine ruhige Schlafumgebung sind wichtige Massnahmen zur Förderung des seelischen Gleichgewichtes. Eine vorübergehende Schlaflosigkeit ist jedoch kein Grund zur Beunruhigung. Am besten bleiben Sie einfach ruhig liegen und versuchen zu ruhen, zu meditieren, Schäfchen zu zählen... Sie werden sehen, wie ausgeruht Sie sich am anderen Tag fühlen!
Probleme aktiv anzugehen, statt sie zu verdrängen, ist ebenfalls ein wichtiger Faktor zur Psychohygiene. Werden Probleme "unterdrückt", statt sie zu verbalisieren, melden sich oft tief gehende Störungen. Glauben Sie mir - meine Praxis ist voll von Menschen, die an Jahre alten Kummer, Wut und Enttäuschungen leiden. Sprechen Sie aus, was Sie bedrückt, handeln Sie aktiv, statt bloss zu reagieren, verleihen Sie ihrer Wut Ausdruck - natürlich in einem Rahmen, der Sie schützt! Sie sollten also nicht unbedingt ihren Chef verbal beleidigen, sondern vielleicht erst einmal mit guten Freunden (und/oder Ihrer Homöopathin...) sprechen, evtl. eine/n Psychotherapeuten/in oder Supervisor/in aufsuchen, oder auch die Abteilung oder den Arbeitsplatz wechseln.
Humor ist wichtig - viele sagen, Lachen sei die beste Therapie. Jedenfalls kann mal über sich selbst zu lachen sehr befreiend wirken.
Last, but not least trägt Kreativität sehr viel zur Lebensqualität und seelischer Ausgeglichenheit bei. Ob sie nun Backen, Nähen, Lesen, Malen, Fotografieren, Ihren Garten oder sonst ein Hobby pflegen - irgendwann werden Sie merken, dass Sie so richtig glücklich dabei sind.
